Qualitätskontrolle von Gussteilen mittels Mikrotomographie

Die Qualitätsansprüche bei der Verarbeitung von Aluminium-Gussteilen sind sehr hoch. Gerade in der Automobil- und Luftfahrtindustrie müssen diese Teile überaus belastbar sein, Fehlverarbeitungen würden die Sicherheit und Langlebigkeit gefährden.

Für die Qualitätskontrolle in der Industrie hat sich in den letzten Jahren die Verwendung der Röntgen-Computertomographie bewährt. Diese wird zum Einen für die metrologische Untersuchung von Bauteilen eingesetzt: Innenliegende Geometrien können damit zerstörungsfrei geprüft und die Abmessungen der Bauteile kontrolliert werden.

Zum Anderen kommt die Mikrotomographie bei der Gefügeanalyse und der Identifizierung von Defekten zum Einsatz. Beispielsweise treten an Füge- oder Verbindungsstellen beim Laserschweißen oder auch bei der Montage von Bauteilen Fehler auf. Kälteverformungen können zu Poren und Rissen im Material führen, beim Gießen von Bauteilen können darüber hinaus Hohlräume, sogenannte Lunker, im Inneren entstehen.

Der folgende Film zeigt die 3D-Aufnahme eines Aluminium-Gussteils mittels eines SkyScan-Tischgerätes vom Typ 1173 mit einer Auflösung von 28 µm/voxel . Die Lunker, die sich beim Gießprozess dieses Bauteils gebildet haben, sind deutlich zu erkennen. Diese entstehen, wenn das Material beim Abkühlen nicht optimal nachfließen kann und dadurch die Hohlräume nicht ausreichend aufgefüllt werden. Die Folge sind Kerbwirkungen und dadurch die Porösität des Gussteils.

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