Röntgen-Mikro-CT erlaubt Blick ins Innere einzigartiger Funde

Der Fund einer Mumie oder einzigartiger Artefakte der Menschheitsgeschichte ist eine Sensation, denn sie bilden einen Bestandteil des kulturellen Erbes. Für viele Untersuchungen ist jedoch eine Beschädigung des Objekts beispielsweise in Form einer Probenentnahme erforderlich, die Bewahrung des Fundes für die Wissenschaft ist damit nicht mehr gewährleistet. Mit der Röntgen-Mikrotomographie steht Archäologen und Vertretern verwandter Disziplinen seit einigen Jahren ein Verfahren zur Verfügung, das es ermöglicht, die Objekte zerstörungsfrei zu untersuchen.

Mit dieser Methode lassen sich Schriftrollen virtuell entrollen, bei verkohlten Hölzern ist die Holzart bestimmbar. Die Betrachtung von pflanzlichen Überresten und Insekten mit dem Mikro-CT bringt hingegen Aufschluss über deren Taxonomie.  Forscher lassen zudem Werkzeuge, Tonscherben, weitere Grabbeigaben oder Zähne mit dem Mikro-CT analysieren. An Knochenfunden etwa können Deformationen, Verletzungen oder auch Krankheiten ermittelt werden.

Das folgende Video zeigt den Scan des Schädels eines ausgewachsenen männlichen Individuums aus Thüringen, datiert in das spätere Mittelalter, ca. 13. Jahrhundert. Die Probe wurde uns von Mitarbeitern der Universität Jena zur Verfügung gestellt. Der Schädel ist ca. 20 x 20 cm groß, das Objekt wurde mit dem Multiscale Nano-CT SkyScan 2211 untersucht.

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